Kompaktlexikon der Biologie: Stomatopoda
Stomatopoda, Hoplocarida, Fangschreckenkrebse, etwa 350 Arten ausschließlich mariner, vor allem in tropischen Flachwasserzonen lebender Krebse, die in selbst gegrabenen oder von anderen Tieren übernommenen Höhlen und Spalten harter Substrate leben. Die S. ernähren sich von Tieren, die sie am Höhleneingang lauernd erwarten und dann mit ihren kräftigen Raubbeinen blitzschnell schlagen. Fangschreckenkrebse sind 15 bis 340 mm lang. Die Raubbeine sind die zweiten Thoracopoden. Sie können mit einer Geschwindigkeit von zehn Metern pro Sekunde zuschlagen und innerhalb von nur vier bis acht Millisekunden zupacken; dies ist eine der schnellsten Bewegungen im Tierreich überhaupt. Das Fangen geschieht entweder durch „Aufspießen“ mit den Zähnen des Dactylus, des vordersten Gliedes des Fangbeins, das mit dem zweiten Glied (Propodus) eine Art Schere (Subchela) bildet, durch Einklemmen zwischen Dactylus und Propodus oder durch „Zertrümmern“ mit einem Schlag des keulenförmig verdickten „Ellbogens“ zwischen Propodus und Dactylus. Eine im Mittelmeer häufige Art, die auch als Speisekrebs gefangen wird, ist die bis 25 cm große Squilla mantis.
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