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Lexikon der Chemie: Kesselstein

Kesselstein, eine steinartige Kruste, die sich beim Erhitzen von hartem Wasser aus diesem abscheidet und in Dampferzeugern und anderen Gefäßen absetzt. K. besteht aus in Wasser schwer löslichen Salzen der Erdalkalimetalle, z. B. Calciumcarbonat CaCO3, Calciumsulfat CaSO4, Calciumsilicaten, Magnesiumsilicaten, Magnesiumhydroxid Mg(OH)2 und Magnesiumcarbonat MgCO3, und Oxiden anderer Metalle, z. B. Eisen(III)-oxid Fe2O3. An den Heizflächen von Dampferzeugern abgelagerter K. erschwert den Wärmedurchgang; weitaus gefährlicher ist bei Kesselsteinbildung die Verminderung der Betriebssicherheit von Dampfanlagen infolge lokaler Überhitzungen. K. kann durch Enthärtung des Wassers oder durch Zusatz von Phosphaten weitgehend verhindert werden. Die hemmende Wirkung von Phosphaten bei der Kesselsteinbildung beruht darauf, daß bei der chem. Umsetzung mit Calcium- und Magnesiumcarbonat ein lockerer Phosphatschlamm gebildet wird, der sich nicht als fester Stein an den Rohrwänden ablagern kann. Folgende Phosphate sind gebräuchlich: Dinatriumphosphat Na2HPO4, Trinatriumphosphat Na3PO4, Natriumhexametaphosphat (NaPO3)6 sowie Natriumpolyphosphate. Eine stöchiometrische Dosierung bei der Phosphatimpfung ist nicht notwendig. In der Regel wird im Kreislaufwasser ein Phosphatspiegel von 1 ... 2 g/m3 P2O5 gehalten.

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