Internet der Dinge: Die Tücken tragbarer Elektronik
Tom ist zum ersten Mal in Rom und muss dringend einen Zug erreichen, kennt aber den Weg zum Bahnhof nicht. Er drängt sich durch einen Pulk von Touristen, die eifrig fotografieren und Bilder über Instagram und Facebook verschicken. Tom befiehlt seinen Online-Kontaktlinsen, den Stadtplan zu laden, und ruft zugleich per Smartwatch Fahrkarte und Bahnsteignummer auf. Im Augenwinkel blinkt ein Alarmsignal – noch 15 Minuten bis zur Abfahrt –, aber der Stadtplan erscheint nicht, denn die auf das Internet zugreifende Touristenmeute belegt alle Datenkanäle. Stattdessen läuft ein Text über sein Gesichtsfeld: "Du fühlst dich gestresst. Atme durch. Lass dich umarmen!"
Willkommen in einer chaotischen Zukunft, in der tragbare elektronische Geräte die nahtlose Verbindung von realem und digitalem Leben versprechen! In fünf Jahren könnten Millionen Menschen solche "Wearables" (von englisch für "tragbar") umschnallen oder sogar im Körperinneren mit sich führen.
Heutzutage sind das noch meist Fitness-Messgeräte und Smartwatches ("schlaue Uhren"), welche die Gesundheit prüfen und permanenten Zugang zu Onlinediensten garantieren. Doch es gibt auch schon Stirnbänder, die den Träger vor Konzentrationsverlust warnen, oder Armbänder, die rückfällige Raucher mit Elektroschocks strafen. Elektronikfirmen versprechen Wearables, die Krankheitssymptome behandeln, Pflege organisieren, Epileptiker vor einem Anfall warnen, Angstattacken verhüten und Blinden die Orientierung ermöglichen. ...
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