Entomologie: Ameisen-Superkolonie breitet sich über drei Kontinente aus
Die Populationen der Argentinischen Ameise (Linepithema humile) in Europa, Nordamerika und Japan bilden eine nahezu weltumspannende Superkolonie. Dies entdeckten Wissenschaftler um Eiriki Sunamura von der Universität Tokio, indem sie das Aggressionsverhalten der Tiere gegenüber Artgenossen aus weit entfernten Nester beobachteten.
Dazu setzten sie jeweils zwei Linepithema-humile-Ameisen von verschiedenen Kolonien einander gegenüber und analysierten ihre Reaktionen. Die europäischen und nordamerikanischen Insekten zeigten nur bestimmten japanischen Artgenossen gegenüber ein aggressives, feindliches Verhalten, wie es für Ameisen aus unterschiedlichen Kolonien üblich ist. Gegenüber einer zweiten Gruppe japanischer Ameisen verhielten sie sich dagegen so, wie sie verwandten Arbeiterinnen aus der gleichen Kolonie begegnen würden, zum Beispiel mit bestimmten Antennenbewegungen.
Vermutlich stammen die Kolonien, deren Mitglieder sich gegenseitig bekämpfen, aus verschiedenen Ursprungspopulationen in Südamerika, die sich später ausgebreitet haben. Einander friedlich gesonnene Tiere sind sich im Unterschied dazu wohl genetisch sehr ähnlich und verfügen über beinahe identische Duftmarken, so dass sie sich gegenseitig als Mitglieder einer großen Kolonie anerkennen, erklären die Wissenschaftler.
Die Argentinische Ameise ist mittlerweile auf allen Kontinenten außer der Antarktis heimisch. Sie kann Kolonien von mehreren hundert Kilometern Länge bilden, mit einer Länge von über 6000 Kilometern ist die Superkolonie an der europäischen Mittelmeerküste die größte. (lw)
Dazu setzten sie jeweils zwei Linepithema-humile-Ameisen von verschiedenen Kolonien einander gegenüber und analysierten ihre Reaktionen. Die europäischen und nordamerikanischen Insekten zeigten nur bestimmten japanischen Artgenossen gegenüber ein aggressives, feindliches Verhalten, wie es für Ameisen aus unterschiedlichen Kolonien üblich ist. Gegenüber einer zweiten Gruppe japanischer Ameisen verhielten sie sich dagegen so, wie sie verwandten Arbeiterinnen aus der gleichen Kolonie begegnen würden, zum Beispiel mit bestimmten Antennenbewegungen.
Vermutlich stammen die Kolonien, deren Mitglieder sich gegenseitig bekämpfen, aus verschiedenen Ursprungspopulationen in Südamerika, die sich später ausgebreitet haben. Einander friedlich gesonnene Tiere sind sich im Unterschied dazu wohl genetisch sehr ähnlich und verfügen über beinahe identische Duftmarken, so dass sie sich gegenseitig als Mitglieder einer großen Kolonie anerkennen, erklären die Wissenschaftler.
Die Argentinische Ameise ist mittlerweile auf allen Kontinenten außer der Antarktis heimisch. Sie kann Kolonien von mehreren hundert Kilometern Länge bilden, mit einer Länge von über 6000 Kilometern ist die Superkolonie an der europäischen Mittelmeerküste die größte. (lw)
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