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News: Amerikaner knacken Galileo-Code

Ohne Unterlass funken
Wie Telepolis berichtet, haben Mitarbeiter des Global Positioning System (GPS) Laboratory der Cornell University den bislang geheim gehaltenen Code des europäischen Satelliten Giove-A geknackt. Das betrifft den Open Service (OS) von Galileo, der kostenlose Positions-, Geschwindigkeits- und Zeitangaben liefern soll. Die US-Forscher spekulieren darüber, dass Galileo im Gegensatz zum GPS, das vom Pentagon mit Steuergeldern betrieben wird, möglicherweise auch für diese Codes eine Gebühr verlangen könnte. Aufgrund des Abkommens mit den USA sind die Europäer verpflichtet, auch kostenlose Signale anzubieten.

Die Wissenschaftler hätten sich mit dem Rechtsberater der Universität darüber verständigt, der ihnen die Lizenz zum Cracken gegeben habe, mit der Begründung: »Die Europäer können elementare Daten über die physische Welt nicht durch Copyright schützen, selbst wenn die Daten von einem Satelliten kommen, den sie gebaut haben.«

In einem Update ist die Stellungnahme der Galileo-Betreiber GJU zu lesen: Es handele sich bei Giove-A um einen ersten Testsatelliten, der einen anderen Code benutze, als das spätere komplette System. »Das hat uns alles sonderlich überrascht und macht uns auch nicht nervös«, so Hans Peter Marchlewski, General Counselor von GJU. Er wird weiter zitiert, dass man mit dem Signal keine Geschäfte machen will, wie die Amerikaner dies unterstellten, definitiv zurückweisen wollte Marchlewski es aber auch nicht. >> Dre.

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