Polynesien: Die ersten Siedler einer Pazifikinsel entdeckt?
Der Fund von sechzig Skeletten auf Efate, einer Insel der Vanuatu Gruppe, im Jahr 2003 war bereits eine Sensation, denn die Forscher waren auf die älteste Nekropole der pazifischen Inselwelt gestoßen. Jetzt vermelden die Archäologen erneut Spektakuläres. Einige der Toten kamen von weither – und waren womöglich die ersten Siedler der Region überhaupt.
Alexander Bentley von der englischen Durham University und Stuart Bedford von der University Canberra in Australien hatten in den rund 3000 Jahre alten Gebeinen die Zusammensetzungen stabiler Isotope untersucht. Sie sind abhängig von naturräumlichen Gegebenheiten wie Temperatur, Geologie und Höhe und können auf diese Weise auch Aufschluss über die Ernährungsweise geben.
Dabei zeigte sich, dass vier der Individuen den größten Teil ihres Lebens nicht auf Efate verbracht hatten. So hätten sie sicher relativ fern der Küste gelebt. Bentley vermutet, dass sie ursprünglich aus Neuguinea stammten und von dort in die neue Heimat kamen.
Offenbar genossen diese Menschen zeitlebens besonderen Respekt. Ihre Gräber wurden – anders als die der lokalen Bevölkerung – präzise nach Süden ausgerichtet. Bei einem der Toten fanden sich drei Schädel auf der Brust. Alle anderen Skelette waren hingegen kopflos. Dies spiegelt den Brauch der Lapitaleute wieder, die Schädel der Verstorbenen zu entfernen, um diese für rituelle Zwecke zu verwenden.
Miriam Müller
Alexander Bentley von der englischen Durham University und Stuart Bedford von der University Canberra in Australien hatten in den rund 3000 Jahre alten Gebeinen die Zusammensetzungen stabiler Isotope untersucht. Sie sind abhängig von naturräumlichen Gegebenheiten wie Temperatur, Geologie und Höhe und können auf diese Weise auch Aufschluss über die Ernährungsweise geben.
Dabei zeigte sich, dass vier der Individuen den größten Teil ihres Lebens nicht auf Efate verbracht hatten. So hätten sie sicher relativ fern der Küste gelebt. Bentley vermutet, dass sie ursprünglich aus Neuguinea stammten und von dort in die neue Heimat kamen.
Offenbar genossen diese Menschen zeitlebens besonderen Respekt. Ihre Gräber wurden – anders als die der lokalen Bevölkerung – präzise nach Süden ausgerichtet. Bei einem der Toten fanden sich drei Schädel auf der Brust. Alle anderen Skelette waren hingegen kopflos. Dies spiegelt den Brauch der Lapitaleute wieder, die Schädel der Verstorbenen zu entfernen, um diese für rituelle Zwecke zu verwenden.
Miriam Müller
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