Deutsche Wiedervereinigung: »Ein einmaliger Glücksfall der Geschichte«
War es ein einmaliger Glücksfall, dass zur Wende in der DDR 1989/90 so große Flächen für den Naturschutz in Ostdeutschland sichergestellt werden konnten?
Ja, aber nicht nur für Deutschland, sondern auch in Europa und vielleicht sogar für die gesamte Welt stellt dies einen Sonderfall dar. Ein System ging unter, und wir konnten große Gebiete für die Natur sichern. Das wäre heute nach meiner Überzeugung nicht mehr so möglich.
Was führte zu diesem Glücksfall?
Die untergehende DDR war 1989 moralisch, ökonomisch und auch ökologisch am Ende. Abseits des schweren Missbrauchs des Naturkapitals im Sozialismus hatten die Privilegien hochrangiger Staatsfunktionäre und die überbordende militärische Sicherung dieses DDR-Gebildes aber dafür gesorgt, dass große Naturräume relativ frei von menschlichen Eingriffen blieben – etwa die Staatsjagden oder Truppenübungsplätze der Nationalen Volksarmee und der Sowjetischen Streitkräfte sowie die unmittelbaren Grenzregionen. Die Staatsjagdgebiete wurden in die schönsten Landschaften, teilweise Naturschutzgebiete, gelegt, etwa an das Ostufer der Müritz mit Seen, Mooren und Wäldern, in dem Willi Stoph (Anm. d. Red.: bis Herbst 1989 Vorsitzender des Ministerrats der DDR) auf die Pirsch ging. Erich Honecker und der Stasichef Erich Mielke jagten vor den Toren Berlins im heutigen Biosphärenreservat Schorfheide-Chorin. Und so weiter! All diese Jagd- und Truppenübungsgebiete waren für die Außenwelt gesperrt und konnten ungestört ihre Lebensfülle erhalten, frei von Mineraldünger und Pestiziden.
»Die untergehende DDR war 1989 moralisch, ökonomisch und auch ökologisch am Ende«
Aber es brauchte doch auch aktive Menschen, die diesen Wert erkannten?
In der DDR existierte eine Umweltbewegung, darunter die Gesellschaft für Natur und Umwelt im Kulturbund, in der sich naturliebende Menschen wie ich versammelten und im Rahmen des Möglichen für Naturschutz einsetzten. Das waren Ornithologen, Fischkundige, Entomologen, Moorexperten und so weiter. Man darf sich das nicht als Opposition im westlichen Sinne vorstellen, denn wir waren zwar geduldet und besaßen gewisse Freiräume, wurden aber natürlich staatlich kontrolliert. Allerdings gab es durchaus unter den Funktionären Leute, die mit uns gingen – und das haben wir für den Naturschutz ausgenutzt. Erst in kleinem Rahmen und in der Wende dann in richtig großem Maßstab.
Dieser große Maßstab waren die Sperrgebiete, die Sie als Nationalparke und Biosphärenreservate ins Auge fassten. Wie kamen Sie in diese entscheidende Position, in der Sie politisch handeln konnten?
Das war kein gerader Weg. Tatsächlich wollte man mich am Ende meiner Tätigkeit beim sogenannten Meliorationskombinat für die SED gewinnen. Ich sollte in die Partei eintreten und vielleicht sogar eine Kombinatsleitung übernehmen. Doch zum Glück zog mich ein vertrauter Genosse beiseite und warnte: Würde ich diese Ehre ablehnen, wäre ich quasi verbrannt. Nähme ich aber an, ginge ich mit meinen freiheitlichen Gedanken unter. Deshalb solle ich mich lieber einer Blockpartei anschließen und das Eintrittsdatum ein halbes Jahr vordatieren lassen. Der SED sollte ich dann sagen, dass sie leider zu spät kam.
»Ich wurde politisch tätig, ohne mich zu verkaufen«
Was Sie dann auch taten …
Ich bin zur LDPD(Anm. d. Red.: Liberal-Demokratische Partei Deutschlands), die für mein Anliegen sofort Verständnis hatte und mich aufnahm – mit einem vordatierten Eintrittsdatum. So konnte die SED nicht über mich verfügen!
Noch vor der eigentlichen Wendezeit ging der Vorsitzende der LDPD, Manfred Gerlach, auf Honecker zu und verhandelte über einen Umweltausschuss – eine moderne Regierung brauche das. Die LDPD könnte diesen mit Herrn Succow besetzen. Honecker lehnte dies erst einmal ab, da es kurzfristig nicht möglich sei. Stattdessen wurde ich in den Agrarausschuss berufen und sollte dort einen Umweltausschuss vorbereiten. Ich wurde also politisch tätig, ohne mich zu verkaufen und von der SED manipuliert zu werden.
Michael Succow
Der Naturschützer wurde am 21. April 1941 im brandenburgischen Lüdersdorf geboren. Er studierte Biologie an der Universität Greifswald und wurde dort auch promoviert. Wegen seiner Sympathien für oppositionelle Bewegungen durfte er jedoch nicht mehr lehren und musste von 1969 bis 1973 als bodenkundlicher Standorterkundler und späterer Brigadeleiter im VEB Meliorationskombinat Bad Freienwalde an der Umwandlung von Mooren in landwirtschaftliche Nutzflächen arbeiten.
Danach folgte eine langjährige wissenschaftliche Mitarbeit am Bodenkundlichen Institut der Akademie der Landwirtschaftswissenschaften der DDR, bevor Succow 1987 dort zum Professor ernannt wurde. Nach der einzigen freien Wahl zur Volkskammer im März 1990 wurde Succow zum stellvertretenden Minister für Natur-, Umweltschutz und Wasserwirtschaft der DDR ernannt – in diese Zeit fallen seine weltweit anerkannten Naturschutzpläne, die schließlich in den deutsch-deutschen Einigungsvertrag aufgenommen wurden.
Nach diesem kurzen politischen Gastspiel ging Succow wieder an die Universität zurück, zuerst in Berlin, dann in Greifswald, wo er den Studiengang »Landschaftsökologie und Naturschutz« entwickelte. Gleichzeitig setzte er seine internationale Beratertätigkeit für den Naturschutz fort und initiierte die Gründung verschiedener Schutzgebiete in vielen Ländern Osteuropas und Zentralasiens. Als Anerkennung seiner vielen Verdienste für den Naturschutz ist er seit 1997 Träger des Right Livelihood Award.
Der vielfach ausgezeichnete und geehrte Ökologe ist immer noch im Naturschutz aktiv und engagiert sich mit seiner »Succow Stiftung« unter anderem für den Moorschutz.
Mit der Wende überschlugen sich die Ereignisse. Wie ging es weiter?
Während der Übergangszeit forderte die Bürgerbewegung ein eigenes Naturschutzministerium – ein Thema, das bis dahin völlig untergeordnet in der Abteilung Forstwirtschaft des Agrarministeriums angesiedelt war; die Veröffentlichung von Daten über den Umweltzustand hatte man verboten. Und auch die Bevölkerung begann, mehr Umweltschutz zu fordern, worauf unter anderem mit der ersten freien Umweltsendung im DDR-Fernsehen reagiert wurde – wenige Tage nach dem Fall der Mauer im November 1989. Erstmals kam darin mit dem Botaniker und Ökologen Herbert Sukopp ein westdeutscher Wissenschaftler zu Wort, dessen Frau den Beitrag wiederum aufzeichnete und am nächsten Tag an den damaligen westdeutschen Umweltminister Klaus Töpfer schickte.
Und damit kam die Sache ins Rollen?
Anfang Dezember 1989 bat uns Klaus Töpfer nach Bonn, wo ein paar aufrechte Umweltschützer aus dem Osten plötzlich neben den Größen der Umweltverbände und Umweltpolitik aus dem Westen saßen. Das schlug solche Wellen, dass ich ein paar Tage später erneut vom DDR-Umweltminister Hans Reichelt, in dessen Amt vor allem Wasserwirtschaft und technischer Umweltschutz, aber kein Naturschutz angesiedelt war, eine Einladung bekam: Die Regierung von Hans Modrow (Anm. d. Red.: der letzte Vorsitzende des Ministerrats der Deutschen Demokratischen Republik) habe beschlossen, dass es kein eigenes Naturschutzministerium geben könne. Der Staat sei pleite!
Dafür würde man im Umwelt- und Wasserwirtschaftsministerium – wie es eigentlich hieß – einen stellvertretenden Minister für den Naturschutz ernennen. Und ich sei die geeignete Person dafür. Ich bekam eine Sekretärin und einen Fahrer und durfte 30 Mitarbeiter anstellen. Ich bat also fachkundige, aber früher teils geächtete Mitstreiter aus dem Kulturbund um Hilfe – und sie kamen. So etwas wäre heute undenkbar.
Reichelt und sein Anfang Januar 1990 neu berufener Nachfolger Peter Diederich ließen uns freie Hand, denn sie hatten genug mit dem technischen Umweltschutz zu tun. Wir arbeiteten also unsere Pläne dafür aus, die Matthias Platzeck – damals aus der Bürgerbewegung und später Ministerpräsident Brandenburgs – immer wieder in den Ministerrat trug. Das war möglich, weil Platzeck während der Wendezeit einer der »Minister ohne Geschäftsbereich« war, die die Bürgerbewegung vertraten.
Zentral für diese Planungen waren vor allem die Staatsjagden?
Ja – auch weil aus den Bürgerbewegungen am Runden Tisch(eine Kontrollinstanz der Regierung, Anm. d. Red.) während des Demokratisierungsprozesses immer wieder die Frage aufkam, was aus diesen Sperrgebieten werden solle. Dank meines Status als Volkskammerabgeordneter durfte ich diese Jagden und sogar die Grenzsicherungsräume betreten und mich umsehen. Ich sah mit eigenen Augen, wie wertvoll diese Landschaften für die Natur waren: alte Wälder, klare Seen, Moore. Bald darauf folgten die großen Truppenübungsplätze mit ihren Sicherungsräumen, in denen Heiden und offene Lebensräume vorhanden waren.
In der letzten Sitzung der Modrow-Regierung im März 1990 gelang es uns, all diese Gebiete einstweilig für die Natur zu sichern, etwa zwölf Prozent des Staatsgebiets der DDR!
Einstweilig bedeutete jedoch noch nicht endgültig. Wie ging es weiter?
Die Nachfolgeregierung unter Ministerpräsident Lothar de Maizière übernahm diesen Beschluss. Es war eine immense Aufgabe, die Gebiete durch Verordnungen dauerhaft zu sichern, denn der Zeitpunkt der Wiedervereinigung wurde immer weiter nach vorn verlegt – aus zwei Jahren wurden am Ende sechs Monate, in denen wir die Schutzgebiete juristisch absichern mussten.
Ich schied auf eigenen Wunsch bereits Anfang Mai aus dem Ministerium aus, aber meine Mitstreiter blieben. Als Vizepräsident des NABU hatte ich die Möglichkeit, mich in vielen Bereichen einzubringen.
»Wir waren wirklich Brüder im Geiste«
An dieser Stelle hatten Sie entscheidende Hilfe aus Töpfers Ministerium.
Klaus Töpfer, mit dem mich bald eine gute Freundschaft verband, schickte zwei Juristen aus seinem Ministerium. Darunter war Arnulf Müller-Helmbrecht – und wir waren wirklich Brüder im Geiste. Innerhalb von 34 Tagen erarbeiteten die Ministeriumsmitarbeiter die Grenzen aller neuen Nationalparke, Biosphärenreservate und Naturparke, die unterschiedlich stark geschützt sein sollten. Es gelang tatsächlich, für die Hälfte der gewünschten Schutzgebiete Verordnungen zu erarbeiten, circa fünf Prozent des gesamten Staatsgebiets. All das ging schließlich kurz vor Ende der Einheitsverhandlungen in den Einigungsvertrag. Am 18. September 1990 unterzeichneten Wolfgang Schäuble und Günther Krause eine Zusatzvereinbarung zum Einigungsvertrag vom 31.8.1990, die das Nationalparkprogramm offiziell bestätigte. Wir hatten es geschafft: ein einmaliger Glücksfall der Geschichte. Und die weiteren Gebiete, die vorläufig gesichert waren, wurden so gut wie alle in den folgenden Jahren durch die Bundesländer endgültig unter Schutz gestellt.
Dabei mussten Sie doch sicher mächtigen Interessen widerstehen?
Gegen unser Vorhaben waren vorneweg drei wichtige Politiker aus dem Westen: Verkehrsminister Friedrich Zimmermann, Ignaz Kiechle für Landwirtschaft und Forsten sowie Gerhard Stoltenberg aus dem Verteidigungsministerium. Sie wollten die Flächen sichern für industrielle Landwirtschaft, Straßen und Schienen und das Militär. Auf der anderen Seite gab es Klaus Töpfer und andere aufgeklärte Politiker, mit denen wir die Widerstände aus dem Weg räumen konnten. Nur im Bereich Südostrügen zogen wir den Kürzeren: Dort standen die Investoren schon Schlange, um diesen Teil der Insel für den Tourismus zu erschließen. Ein Naturpark entstand hier nicht.
Einen kleineren Sieg konnten Sie doch noch zumindest auf der Insel Vilm vor der Küste Rügens erringen?
Das war ein Erholungsgebiet der hohen DDR-Funktionäre des Politbüros, und Betreten war streng verboten. Rund um die Wende entdeckten Investoren das große Potenzial der Insel für den Segeltourismus und wollten Jachthäfen bauen. Mein Schwager Bruno Benthien – zur Wendezeit Tourismusminister der DDR – berichtete mir von dem großen Naturschutzpotenzial der Insel und den Begierden, die ihre Lage auslöste. Klaus Töpfer war zu dieser Zeit auf der Suche nach einem Standort für eine Naturschutzakademie. Er bat mich im März 1990, dafür eine Reise mit seinem Staatssekretär Wolfgang Gröbl von der CSU zu organisieren. Den Abschluss bildete die Insel Vilm. Wir hatten einen traumhaften Märzabend auf dieser Insel mit Seeadlern im Balzflug. Und am nächsten Tag meinte Gröbl dann zu mir, dass wir diese Insel unbedingt retten müssten. Und so geschah es schließlich. Heute steht sie unter strengem Naturschutz und die Gebäude der Funktionäre dienen als Sitz der Internationalen Naturschutzakademie des Bundesamts für Naturschutz. Das gehört zu den großen Sternstunden meines Lebens.
Blicken wir auf die DDR zurück, so gab es eine riesige Diskrepanz: Auf der einen Seite überlebten dort Arten wie See- und Fischadler, Kraniche und Biber, die im Westen völlig verschwunden waren. Auf der anderen Seite beherrschten Smog und verseuchte Flüsse das Bild Ostdeutschlands. Wie konnten diese Extreme auf doch eher kleinem Staatsgebiet bestehen?
Die Arten überlebten zum Teil einfach deshalb, weil große Flächen für Landwirtschaft, Verkehr oder generell für Besucher gesperrt waren. Sie hatten hier große Rückzugsräume. Dazu kamen Landschaften wie der Spreewald, die für die Bevölkerung großen Erholungswert hatten und deshalb kaum angetastet wurden.
Dagegen standen neben den Industriezonen mit ihren gravierenden Folgen für Luft und Wasser auch die gewaltigen Mastkombinate und landwirtschaftlichen Produktionsgemeinschaften, wo selbst für DDR-Verhältnisse industrielle Landwirtschaft betrieben wurde. Die Gülleverregnung durch die riesigen Viehzuchtbetriebe verseuchte ebenfalls die Böden, das Wasser und die Luft.
Diese massiven Belastungen sorgten dafür, dass die Umweltbewegung in der Endphase der DDR so viel Zulauf erhielt. Und diese Bewegung trug mit dazu bei, dass dieser Staat letztlich unterging.
Beim Thema Land- und Forstwirtschaft vertreten Sie regelmäßig auch Thesen, mit denen Sie sich nicht unbedingt neue Freunde machen.
Große Flächen in Brandenburg oder Mecklenburg-Vorpommern sind mit Kiefernforsten bedeckt: Sie sind schlecht für die Artenvielfalt, die Böden und halten das Wasser nicht in der Landschaft. Jeder Fichten- oder Kiefernforst, der abbrennt, ist – überspitzt gesagt – gut für die Natur. Lässt man der Natur ihren Lauf, kehren erst Zitterpappeln, Weiden und Birken zurück, später dann Buchen oder Eichen. Mit deren Laub lebt die Bodenfauna wieder auf, der Regenwurm kehrt zurück. Guter Humus bildet sich statt des sauren Nadelteppichs und -rohhumus. Das Wasser wird wieder besser in der Landschaft gehalten und trägt zur Grundwasserneubildung bei. Die Artenvielfalt nimmt zu … Die Natur würde sich selbst heilen, wenn man sie ließe, statt Holzplantagen mit ihrem hohen Wasserverbrauch anzupflanzen.
An vielen Stellen müssten wir die agrarindustriellen Äcker mit ihren verdichteten Böden, auf denen Gülle, Kunstdünger und Pestizide ausgebracht werden, in »wilde Weiden« umwandeln. Dort grasten dann Rinder, Wasserbüffel, Pferde und Schafe nebeneinander. Dadurch entstünden tatsächlich blühende Landschaften mit zahlreichen Wildkräutern, Insekten und einer reichen Vogelwelt. Die Böden würden sich regenerieren. Der Wasserhaushalt verbesserte sich ebenfalls. Wir bekämen wieder sauberes Grundwasser, was angesichts der sich verschärfenden Trockenphasen auch in Europa zwingend nötig ist. Wasser ist unser wichtigstes Lebensmittel! Das ist inzwischen mein wichtigstes Thema.
»In einer Welt voller Wunden darf man nicht allein sein!«
Wo könnten denn diese Weidelandschaften entstehen?
Ich denke an die Grenzertragsstandorte, etwa in den Endmoränenbereichen der letzten Eiszeit, die Sanderlandschaften und Urstromtäler, wo viel Wasser versickern könnte und die agrarindustriell genutzt werden – mit allen Problemen für das Grundwasser. In Ostdeutschland, wo ich mich auch durch meine frühere Arbeit als Standortkundler gut auskenne, komme ich auf rund 20 Prozent der Gesamtfläche der östlichen Bundesländer. Über die wilden Weiden bekämen wir wieder gesunde Böden und sauberes Wasser. Wenn wir subventionieren, dann sollten wir die Erzeugung von trinkbarem Wasser honorieren.
Dadurch bekämen wir zusätzlich Erlebnislandschaften für naturorientierten Tourismus, die Menschen zur Erholung aufsuchen, weil sie hier grasende, gesunde Tierherden sähen. Die Weidetiere brächten Blumen, Insekten und Vögel zurück. Kinder könnten Haustiere erleben, aber auch Rebhühner und Hasen – viele Arten, die heute aus der Kulturlandschaft großflächig verschwunden sind.
Angesichts der um sich greifenden Naturzerstörung, des Artensterbens und Klimawandels sowie der Kriege, die nicht nur Leid über die Menschen bringen, sondern auch die Umwelt belasten: Was macht Ihnen heute Hoffnung?
Eine Zeitung titelte einmal über mich: »Für Resignation hat er keine Zeit«. Und das stimmt. Ich bin immer noch viel mit jungen Menschen in Kontakt und bekomme ganz viel Rücklauf auf meine Veröffentlichungen und Veranstaltungen, sehr viele herzliche Briefe. Diese Begegnungen und dieser Austausch geben mir immer wieder Kraft und lassen mich weitermachen. In einer Welt voller Wunden darf man nicht allein sein!
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