Atmosphärenforschung: Mit dem Mikro auf Hurrikan-Jagd
Zukünftig müssen sich vielleicht nicht mehr wagemutige Piloten mit ihren Flugzeugen in das Auge eines Wirbelsturms stürzen, um Erkenntnisse über die gefährlichen Hurrikane zu sammeln. Unterwassermikrofone liefern bald womöglich ähnlich viele und aussagekräftige, vor allem aber billigere Daten, meinen Meeresforscher um Nicholas Makris vom Massachusetts Institute of Technology.
Eher zufällig stießen die Forscher auf diese Methode, als sie akustische Aufzeichnungen aus der atlantischen Tiefsee aus dem Jahr 1999 auswerteten. Aufgezeichnet wurden die Bänder von Mikrofonen der NOAA, der US-amerikanischen Meeres- und Wetterbehörde, die sie installierte, um die Erdbebenaktivität des mittelatlantischen Rückens zu überwachen. Doch die Sensoren schnitten auch die Geräusche mit, die Hurrikan Gert verursachte, als er über den Ozean hinwegzog. Diese Daten konnten Makris und seine Kollegen dann mit jenen vergleichen, die ein Messflugzeug nahezu zeitgleich in der Atmosphäre sammelte. Beide stimmten nahezu perfekt überein und gaben annähernd gleiche Windgeschwindigkeiten wider.
Nun hoffen die Experten, dass die Mikrofon-Technik zukünftig stärker zur Vorhersage von Hurrikan-Stärken und Zugrichtungen genutzt wird. Denn die Methode ist deutlich billiger und weniger aufwändig als die Flüge, die über das Jahr hinweg die Vereinigten Staaten mehrere Millionen Dollar kosten – ein Preis, den ärmere Nationen nicht bezahlen können. (dl)
Eher zufällig stießen die Forscher auf diese Methode, als sie akustische Aufzeichnungen aus der atlantischen Tiefsee aus dem Jahr 1999 auswerteten. Aufgezeichnet wurden die Bänder von Mikrofonen der NOAA, der US-amerikanischen Meeres- und Wetterbehörde, die sie installierte, um die Erdbebenaktivität des mittelatlantischen Rückens zu überwachen. Doch die Sensoren schnitten auch die Geräusche mit, die Hurrikan Gert verursachte, als er über den Ozean hinwegzog. Diese Daten konnten Makris und seine Kollegen dann mit jenen vergleichen, die ein Messflugzeug nahezu zeitgleich in der Atmosphäre sammelte. Beide stimmten nahezu perfekt überein und gaben annähernd gleiche Windgeschwindigkeiten wider.
Nun hoffen die Experten, dass die Mikrofon-Technik zukünftig stärker zur Vorhersage von Hurrikan-Stärken und Zugrichtungen genutzt wird. Denn die Methode ist deutlich billiger und weniger aufwändig als die Flüge, die über das Jahr hinweg die Vereinigten Staaten mehrere Millionen Dollar kosten – ein Preis, den ärmere Nationen nicht bezahlen können. (dl)
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