Medizin: Fremde Zellen

Das eigentlich Überraschende daran ist allerdings nicht, dass einzelne Zellen die Plazenta passieren. Das Gewebe, das Mutter und Kind verbindet, bildet ja nur ein selektives Hindernis, keine völlig unüberwindliche Barriere. Zum Beispiel müssen bestimmte Stoffe hindurchtreten können, die das Kind für seine Entwicklung benötigt. Aber es frappiert dennoch, wie viele übergetretene Zellen sich später in ihrem neuen Wirt halten. Die Eindringlinge zirkulieren in dessen Blut und nisten sich sogar in den verschiedensten Geweben ein.
Mediziner sprechen von einem Mikrochimärismus, wenn der Körper einige Zellen eines anderen Individuums enthält. Es gibt jetzt Anzeichen, dass dies unter Umständen gesundheitlich nützlich, aber mitunter wohl auch gefährlich ist...
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