ADHS: Gedanken auf Abwegen

Erst als ein Arzt bei dem jungen Mann eine Aufmerksamkeitsdefizit-/Hyperaktivitätsstörung (ADHS) diagnostizierte, fand Thorsten endlich eine Erklärung für all die Misserfolge – und eine Ausgangsposition für den Neustart ins Leben: Mittlerweile arbeitet er in einem Beruf, der viel Bewegung und wenig Feinarbeit erfordert und weiß mit seinem unruhigen Temperament umzugehen.
Entgegen der weit verbreiteten Ansicht, ADHS sei eine Kinder- und Jugendkrankheit, besteht die Störung nicht selten auch im Erwachsenenalter fort. Etwa jeder dritte Patient kämpft ein Leben lang damit. Verschiedene internationale Untersuchungen kommen zu dem Schluss, dass bis zu viereinhalb Prozent der erwachsenen Bevölkerung ADHS haben – nicht selten begleitet von weiteren psychischen und sozialen Problemen: In manchen Fällen gehen Suchterkrankungen mit dem Leiden einher, und auch die Persönlichkeitsentwicklung der Betroffenen kann beeinträchtigt sein ...
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