Kosmologie: Dem expandierenden Universum auf der Spur

Das Universum dehnt sich aus – aber wie schnell? Die Rate der Expansion wird durch die Hubble-Konstante beschrieben. Seit Hubble im Jahr 1929 einen ersten Wert für den nach ihm benannten Parameter vorschlug, wurde die Konstante immer genauer bestimmt. Das Weltraumobservatorium Spitzer hat nun Beobachtungen von Cepheiden im infraroten Bereich durchgeführt, mit denen Astronomen den bisher genauesten Wert für die Hubble-Konstante vorlegen konnten: Er beträgt 74.3 Kilometer pro Sekunde pro Megaparsec, mit einem Fehler von plus minus 2.1 Kilometer pro Sekunde pro Megaparsec.

Cepheiden sind veränderliche Sterne, deren Leuchtstärke streng periodisch zu- und abnimmt. Diese sogenannte Pulsationsperiode hängt mit ihrer absoluten Leuchtkraft zusammen. Aufgrund dieser Eigenschaft eignen sich Cepheiden für sehr genaue Distanzmessungen. Mit den Spitzer-Beobachtungen konnten die Astronomen anhand der nahen Cepheiden konnte die Entfernungsskala für alle Cepheiden genauer festlegen. Ist die Entfernung bekannt, sowie die Geschwindigkeit, mit der sie sich aufgrund der Expansion des Raums von der Erde wegbewegen, kann dann anhand von weit entfernten Cepheiden berechnet werden, wie schnell sich das Universum als Ganzes ausdehnt.
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