Mondimpakt: LCROSS eingeschlagen Keine Staubwolke gesichtet
Exakt nach Plan um 13:31:19 Uhr MESZ schlug am 9. Oktober 2009 die Centaur-Oberstufe im Krater Cabeus auf dem Mond ein, vier Minuten später gefolgt von der eigentlichen Raumsonde LCROSS (Lunar CRater Observation and Sensing Satellite). Das Zielgebiet war der Krater Cabeus in der Nähe des Mondsüdpols, der sich bei etwa 80 Grad Süd und 40 Grad West auf der Mondvorderseite befindet. Allerdings war bislang weder auf den Rohbildern von LCROSS noch auf den Aufnahmen erdgebundener Teleskope etwas vom Einschlag zu bemerken.
Es leuchtete wieder Erwarten kein Blitz auf, als die 2,3 Tonnen schwere Raketenstufe auf der Mondoberfläche aufschlug und es wurde auch keine große Staubfontäne ausgeworfen. Selbst mit dem Fünf-Meter-Teleskop auf dem Mount Palomar ließ sich keine Explosionswolke über dem Krater Cabeus beobachten, wie Scott Kardel, Public Information Coordinator des Observatoriums mitteilte. Nun heißt es warten auf die Auswertung der aufgezeichneten Bilder und Messdaten von LCROSS, ob bei dem Einschlag ein Krater entstand und ob Material ausgeworfen wurde. So spektakulär wie von der NASA erhofft, ist der Aufschlag auf jeden Fall nicht ausgefallen.
LCROSS sollte diese Staubwolke durchfliegen und mit seinen Sensoren während der Detonation wichtige Daten sammeln. Die Astronomen hofften dabei mehr über die Zusammensetzung des Mondes zu lernen und vor allem Spuren von Wasser zu finden. Bereits zuvor hatten Aufnahmen und Messdaten der japanischen Raumsonde Kaguya im Cabeus-Krater auf hohe Konzentrationen von Wasserstoff und damit möglicherweise Wassereis hingewiesen.
Janine Fohlmeister
Es leuchtete wieder Erwarten kein Blitz auf, als die 2,3 Tonnen schwere Raketenstufe auf der Mondoberfläche aufschlug und es wurde auch keine große Staubfontäne ausgeworfen. Selbst mit dem Fünf-Meter-Teleskop auf dem Mount Palomar ließ sich keine Explosionswolke über dem Krater Cabeus beobachten, wie Scott Kardel, Public Information Coordinator des Observatoriums mitteilte. Nun heißt es warten auf die Auswertung der aufgezeichneten Bilder und Messdaten von LCROSS, ob bei dem Einschlag ein Krater entstand und ob Material ausgeworfen wurde. So spektakulär wie von der NASA erhofft, ist der Aufschlag auf jeden Fall nicht ausgefallen.
In der Nacht auf den 9. Oktober hatte sich LCROSS erfolgreich von seiner mehr als zwei Tonnen schweren Raketenstufe Centaur getrennt, die in einem spitzen Winkel mit einer Geschwindigkeit von 9000 Kilometern pro Stunde auf den Mond prallte. Die NASA hatte erwartet, dass dabei ein Krater mit einem Durchmesser von ungefähr 20 Metern und einer Tiefe von circa fünf Metern entsteht und dass beim Aufprall eine riesige Fontäne aus knapp 400 Tonnen Mondstaub und Geröll aufgewirbelt würde.
LCROSS sollte diese Staubwolke durchfliegen und mit seinen Sensoren während der Detonation wichtige Daten sammeln. Die Astronomen hofften dabei mehr über die Zusammensetzung des Mondes zu lernen und vor allem Spuren von Wasser zu finden. Bereits zuvor hatten Aufnahmen und Messdaten der japanischen Raumsonde Kaguya im Cabeus-Krater auf hohe Konzentrationen von Wasserstoff und damit möglicherweise Wassereis hingewiesen.
Zahlreiche erdgebundene Teleskope von professionellen und Amateurastronomen beobachteten die Einschläge am südlichen Mondrand. Leider stand der Mond zum genannten Zeitpunkt für europäische Beobachter unter dem Horizont.
Die Raumsonde LCROSS startete am 18. Juni 2009 zusammen mit dem Mondorbiter Lunar Reconnaissance Orbiter (LRO) zum Mond. Letzterer sollte den Einschlag der künstlichen Meteoriten und die Ausbreitung der Auswurfswolke aufzeichnen.
Janine Fohlmeister
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